1936 übernimmt General Ioánnis Metaxás die Macht in Griechenland und errichtet eine Diktatur. Lieder, die die orientalische Tonleiter verwenden, die Rembetika, gelten fortan als subversiv und sind verboten. Die Polizei verwüstet Tavernen, zerstört Instrumente und bricht Rembetes die Finger, die trotz Verbot weiterhin ihre Musik machen. Katina ist Wirtin eines Rembetiko-Cafés und wie die Musiker selbst vor die Wahl gestellt: Entweder sie ist bereit, ihr Repertoire zu ändern, oder sie wird arbeitslos.
Nach dem 2010 erschienenen Band „Rembetiko“ liegt nun die Fortsetzung vor, in der der Fokus auf den Perspektiven der Frauen liegt.
Der Rembetiko entstand im Griechenland der 1920er Jahre, seine Themen sind jenen des Tango und des Fado verwandt. Gelegentlich wird er griechischer Blues genannt. Getanzt wird er mit geschlossenen Augen, wie hypnotisiert. Die Tanzenden erheben sich wie von einer fremden Kraft gezogen, drehen sich langsam um sich selbst, jeder Wendung er Musik folgend. Diese Musik trägt eine starke Verbundenheit von Orient und Okzident, der Schmerz des Exils, des Scheiterns aber auch der Humor ist zu hören.
Die von David Prudhomme erzählten und exzellent illustrierten Geschichten sind fiktiv, enthalten jedoch Entlehnungen an tatsächliche Rembetes.