Zur Vertreibung von Walthers Buchladen

Logo mit Rose und Walthers Buchladen

Walthers Buchladen soll vertrieben werden.

Unser Buchladen hat Anfang März eine Kündigung erhalten, der eine unverschämte Mieterhöhung auf den Fuß folgte.

Nachdem die Eigentümer, die BB Genossenschaftbank/ PSD Berlin Immobilien GmbH (PSD Berlin Immobilien KVG GmbH, Handjerystr. 34 - 36, 12159 Berlin), Gespräche mit uns abgelehnt haben, verhandelten wir kürzlich mit der Hausverwaltung.

Sie hätten uns mit einem neuen Angebot überraschen können. Stattdesen wird unser Wert als Buchhandlung nicht anerkannt. Sie reden von "wirtschaftlichen Zielsetzungen und marktgerechten Bewirtschaftungen". Doch wir setzen ihnen unsere Ideen von Kultur, Menschlichkeit und Gemeinschaft entgegen.

Es ist ja nicht so schwer zu erkennen, dass einfach mehr und mehr Geld aus dem Einzelhandel gepresst werden soll. Kleine unabhängige inhaber*innengeführte Läden verschwinden und hinterlassen ein Loch im Stadtbild. Nach dem Motto, wer angeblich nicht anständig zu wirtschaften weiß, hat hier nichts zu suchen.

Wir sind mit viel Verve und Engagement die Buchhändler*innen im Bismarckviertel. Und das wollen wir uns nicht von der BB Bank nehmen lassen.

Wir möchten uns hier schon einmal ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, die uns in dieser anstrengenden und unschönen Zeit zur Seite gestanden und uns ermutigt haben. Ihr seid toll!

Wenn ihr und Sie die Vertreibung von unserem Buchladen auch empörend findet, teilt es gerne der Bank mit. Wenn ihr und Sie uns unterstützen möchtet, helft uns bei der Suche nach einem neuen Ort.

Denn Beton hat kein Leben. Das Leben bringen die Bewohner*innen und Nutzer*innen in die Häuser.

Und wir wollen leben mit all den schönen Büchern, den Veranstaltungen und den wunderbaren Menschen.

Eure und Ihre drei Frauen von Walthers Buchladen

Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? (Die Dreigroschenoper (Druckfassung 1931), III, 9 (Mac). In: Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Erster Band: Stücke 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1997. S. 267)